
Wer Außenstandorte, Baustellen oder abgelegene Firmenareale überwachen will, landet schnell bei einer LTE-Lösung mit SIM-Karte. Doch in der Praxis folgt oft die Ernüchterung: Die Kameras sind von außen nicht erreichbar. Der Grund? CG-NAT.
In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie ich für einen Kunden eine hochperformante P2P-Lösung implementiert habe, die ohne teure Hersteller-Abos auskommt, DSGVO-konform ist und sogar Echtzeit-Statistiken liefert.
Die meisten Mobilfunkanbieter vergeben keine öffentlichen IP-Adressen. Die Kamera sitzt hinter einem NAT (Network Address Translation) und ist „unsichtbar“.
Die Standard-Lösung: Viele greifen zu den Cloud-Abos der Kamerahersteller. Hier wird das Videosignal über deren Server (oft in den USA oder China) umgeleitet. Das Ergebnis: hohe Latenzen, monatliche Fixkosten pro Kamera und Bauchschmerzen beim Datenschutz.
Statt den Umweg über eine fremde Cloud zu gehen, habe ich ein privates Netzwerk auf Basis von Headscale (einer Open-Source-Implementierung von Tailscale) aufgebaut.
Der Tech-Check: Eine Messung via
tailscale pingzeigt eine Latenz von nur 46ms – und das direkt (via[::]), ohne Relay! Ein glasklarer HD-Stream ist damit garantiert.
Ein Bild sagt viel, Daten sagen alles. Zusätzlich zum Videostream haben wir ein Grafana-Dashboard integriert. Der Kunde sieht nun auf einem Bildschirm:
Dieses Projekt beweist, dass man mit dem richtigen Setup aus Open-Source-Technologien wie Headscale, Wireguard und Grafana Profilösungen schaffen kann, die herkömmlichen Cloud-Modellen in Sachen Speed, Kosten und Datenschutz weit überlegen sind.
Haben Sie ein ähnliches Problem mit unerreichbaren Standorten? Lassen Sie uns gemeinsam eine Lösung entwickeln, die funktioniert.
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